Ölbindemittel / Ölbinder aus Granulat

Verschmutzungen mit Öl oder Chemikalien auf Schienen, Straßen, Gewässern oder an Tankstellen fordern eine professionelle Entsorgung ein. Denn die Gefahrstoffe stellen eine Bedrohung für Mensch und Umwelt dar. Leistungsfähige Ölbindemittel mit hohem Absorptionsvermögen nehmen die Verschmutzung komplett auf und ermöglichen die sichere Entfernung der schädlichen Substanz. Ob Ölbindemittel für festen Untergrund, schwimmfähiger Ölbinder oder universeller Öl- und Chemikalienbinder – Interlubes führt das benötigte Produkt. Jetzt über die Auswahl leistungsfähiger Produkte für die vollständige Aufnahme von Ölverschmutzungen informieren.

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Funktion und Konsistenz von Ölbindemitteln

Ölbindemittel dienen dem Abbinden von Mineralölen und Kraftstoffen, indem sie diese aufsaugen. Sie werden zum Beispiel von Straßenmeisterei, THW und Feuerwehr bei Austritt der Gefahrstoffe genutzt, um Personen- und Umweltschäden zu verhindern. Typische Einsatzszenarien sind auslaufende Betriebsmittel als Folge eines Verkehrsunfalls auf Schienen, Straßen und Autobahnen. Ölverschmutzungen werden beispielsweise durch Fahrzeuge mit aufgerissener Ölwanne oder beschädigte Kraftstofftanks verursacht. Derartige Unfälle stellen immer ein großes Risiko dar: sowohl für die Sicherheit beim Verkehr durch rutschige Fahrbahnen als auch für die Umwelt. Etwa dann, wenn das ausgetretene Öl droht, das Erdreich oder das Grundwasser zu kontaminieren. Ebenfalls kann der Verlust von Kühl- und Hydraulikflüssigkeiten die Fahrbahnsicherheit massiv beeinträchtigen. Weitere Einsatzgebiete von Bindemitteln stellen Industrie, Bau oder Straßenmeistereien dar. Dort sind Maschinen und Fahrzeuge im Einsatz, welche bei Schäden oder Leckagen Verschmutzungen mit Öl oder anderen Stoffen hinterlassen.

Ölbindemittel werden auf das Öl gestreut und nehmen die Substanz innerhalb einer bestimmten Zeitspanne auf. Aufgrund des sehr guten Absorptionsvermögens kann ein Feingranulat-/Granulat-Ölbindemittel mehr als sein Eigengewicht an Öl aufnehmen. Sie ermöglichen die sichere und kontrollierbare Aufnahme der ausgetretenen Substanz. Bezüglich der Konsistenz des Ölbindemittels ist folglich zu beachten, dass es nicht zu pulvrig ausfällt. Ansonsten könnte ein Ölbinder unter ungünstigen Witterungsbedingungen stauben oder bei starkem Wind sogar verwehen. Zudem besitzt Granulat eine sehr gute Kehrfähigkeit: Es vermischt sich beim Kehren gründlich mit der ausgetretenen Flüssigkeit. Durch dieses Merkmal wird die Saugwirkung des Ölbinders durch Hin- und Herkehren mit einem harten Besen oder einem anderen geeigneten Hilfsmittel optimiert. Die physikalische Beschaffenheit des Ölbinders muss somit stets zur jeweiligen Gefahrensituation vor Ort passen.

Flüssige Ölbindemittel

Flüssige Ölbindemittel werden dann verwendet, wenn ölverschmierte Oberflächen aller Art gereinigt werden müssen. Das können zum Beispiel Restflecken von Leckagen im Anschluss einer erfolgten Bindung mit einem granulierten Ölbindemittel sein. Für die Bindung und Säuberung umfangreicher Verschmutzungen eignet sich diese flüssige Variante hingegen nicht.

Anwendung von Ölbindern auf Boden und Wasser

  • Ölbindemittel auf festem Grund: Hierbei wird das Produkt zunächst auf den Boden gestreut. Im nächsten Schritt erfolgt mittels Kehrmaschine oder Besen die Einreibung des Ölbindemittels. Nach der erfolgreichen Aufnahme des jeweiligen Gefahrstoffs wird die Substanz zusammengekehrt. Anschließend wird sie vom Ort des Austritts restlos entfernt. Hierbei muss unbedingt beachtet werden, dass sowohl Gefahrstoff als auch Bindemittel keine Rückstände hinterlassen. Nur dann werden Umweltschäden vor Ort komplett verhindert. Sollte die zuvor ausgetretene Substanz erstarrt sein, muss diese unter Beachtung relevanter Sicherheitsaspekte mit heißem Wasser vom Boden gelöst werden. Diese anspruchsvollen Arbeiten fordern fast immer Werkfeuerwehren mit Spezialgerät ein.
  • Ölbindemittel für Wasser: Für den Einsatz in offenen Gewässern ist ein schwimmfähiger Ölbinder indiziert, welcher Mineralöle in offenen Gewässern aufnimmt. Die Mittel werden in Seen, Teiche und Flüsse geschüttet und kommen in Kombination mit Ölsperren und Ölrechen zum Einsatz. Während des Vorgangs bewegt sich das Ölbindemittel auf dem Wasser, es saugt das ausgetretene Öl in der kontaminierten Region auf. Anschließend erfolgt die Aufnahme des gebundenen Öls mittels Siebs oder geeignetem Rechen. Im letzten Schritt wird die fachgerechte Entsorgung vorgenommen.

Öl- und Chemikalienbinder

Neben dem Austritt von Öl bedrohen auch ausgelaufene Chemikalien die Sicherheit von Menschen und Umgebung: Für die effektive Aufnahme ausgetretener Chemikalien existieren Öl- und Chemikalienbindemittel, welche anorganische und organische Gefahrstoffe absorptiv, adsorptiv oder chemisch binden. Ihr Anwendungsbereich erstreckt sich auf die Industrie, Verkehrsflächen und Gewässer. Universelle Öl- und Chemikalienbinder sind für ein umfangreiches Spektrum potenziell gefährlicher Substanzen geeignet. Die folgende Liste vermittelt einen Ausschnitt der Einsatzmöglichkeiten von Öl- und Chemikalienbindern.

  • Öle/Heizöle
  • Fette
  • Schmierstoffe
  • Laugen
  • Säuren
  • Kraftstoffe
  • Lösungen
  • Farben
  • Lacke
  • Lösemittel
  • Kohlenwasserstoffe

Bitte überprüfen Sie immer in den jeweiligen Angebotsbeschreibungen, für welche Gefahrstoffe und Chemikalien der jeweilige Öl- und Chemikalienbinder geeignet ist. Und für welche Substanzen er keinesfalls verwendet werden darf. Zusammengefasst fungieren Öl- und Chemikalienbinder als Universalbindemittel mit einem breiten Anwendungsspektrum. Sie sind resistent gegenüber vielen aggressiven Substanzen und binden sowohl chemische Gefahrstoffe als auch Mineralöle zuverlässig.

Leistungsstarkes Ölbindemittel kaufen

Ob Ölbindemittel für Wasser, Ölbinder für feste Untergründe oder kombinierter Öl- und Chemikalienbinder, im Onlineshop von Interlubes finden Firmen und Handelsunternehmen leistungsstarke Produkte zur Gefahrenabwehr. Unsere Angebote und die erhältlichen Gebindegrößen resultieren aus jahrelanger Erfahrung im Vertrieb der Produkte. Bestellen Sie jetzt bequem online und profitieren Sie von der schnellen Lieferung.

FAQ

Was bedeutet Bindemittel?

Bindemittel bedeutet, dass das jeweilige Produkt in der Lage ist, ausgetretene Gefahrstoffe wie Öl oder Chemikalien durch Auftrag auf die verschmutzte Fläche zu binden. Der nun aufgesaugte Schadstoff kann mit Hilfsmitteln aufgenommen und daraufhin fachgerecht entsorgt werden. Bindemittel tragen somit zur Abwehr von Schäden an Menschen und Natur im Rahmen der effektiven Reinigung verschmutzter Orte bei.

Welche Bindemittel gibt es?

Zu unterscheiden sind Bindemittel für Öl und Chemikalien. Einige universelle Produkte sind allerdings in der Lage, sowohl Öl als auch Chemikalien aufzunehmen. Des Weiteren finden sich auf dem Markt feste (feines oder körniges Granulat) und flüssige Ölbinder. Sie sind entweder für Flächen oder für die Nutzung im Wasser geeignet. Bitte lesen Sie diesbezüglich stets die Anwendungshinweise und Produktinformationen.

Ölbindemittel – wie lange soll man sie einwirken lassen?

Die Einwirkungszeit eines Ölbindemittels variiert. Sie kann zwischen 30 und 60 Sekunden betragen oder eine Dauer von 20 bis 30 Minuten benötigen. Die Zeitspanne hängt von der Art der ausgetretenen Substanz und den Eigenschaften des jeweiligen Bindemittels ab. Bei der erforderlichen Bindungszeit sollten bei möglichen Fragen daher stets Experten herangezogen und die Anwendungshinweise beachtet werden.

Wo kann man Ölbindemittel kaufen?

Der Onlineshop von Interlubes bietet leistungsstarke Öl- und Chemikalienbinder. In den jeweiligen Packungsbeilagen finden Sie weiterführende Informationen und Hinweise darüber, welche Stoffe aufgenommen werden.

Woraus besteht ein Ölbindemittel?

Ölbinder basieren auf mineralischen oder auch pflanzlichen Stoffen. Flüssige Ölbindemittel verwenden Reinigungstenside.

Ist Ölbindemittel brennbar?

Nach dem Aufsaugen nimmt ein Ölbindemittel die Eigenschaften – und somit die Gefährlichkeit – der aufgenommenen Substanz an. Die Entflammbarkeit hängt folglich davon ab, welcher Gefahrstoff gebunden wurde. Dessen physikalische und chemische Eigenschaften beeinflussen die potenzielle Feuergefahr maßgeblich. Zudem bewirkt die Porösität von Ölbindemitteln, dass sie als Katalysator für brennbare Flüssigkeiten fungieren. Durch die größere Oberfläche kann eine Verbrennungsreaktion entstehen – man spricht hier vom sogenannten Dochteffekt. Im Falle von Benzin ist es daher zum Beispiel möglich, dass das Bindemittel schnell Feuer fängt. Benzin weist einen niedrigen Flammpunkt auf und stellt daher ein besonderes Risiko dar. Grundsätzlich sollte zur Entsorgung stets ein Fachunternehmen, was mit Brandschutz und Abtransport von gefährlichen Stoffen professionell vertraut ist, herangezogen werden.