Motoröl

Damit ein Verbrennungsmotor richtig funktioniert, müssen dessen mechanische Bauteile geschmiert werden. Eine Aufgabe für das Motoröl: Es verhindert die Reibung zwischen den beweglichen Bauteilen und reduziert den Verschleiß deutlich.

Die richtigen Öle für den Motor garantieren somit volle Leistung und eine lange Lebensdauer. Inhaltlich umfasst die Kategorie Motoröl alle Schmieröle, welche aufgrund ihrer physikalischen und chemischen Eigenschaften geeignet sind, einen Verbrennungsmotor effektiv zu schmieren. Gleichzeitig tragen die Produkte zur Kühlung und Reinigung der Motorumgebung bei. Neben dem Abdichten der Brennräume schützen hochwertige Angebote zudem vor Korrosion. Wählen Sie zum Schutz und zur Leistungsmaximierung Ihrer Fahrzeuge daher nur die qualitativ besten Motoröle führender Marken aus.

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In welchen Motoren kommt Motoröl zum Einsatz?

Die auf dem Markt konkurrierenden Motoren benötigen beste Motoröle, welche genau auf die individuellen Vorgaben des jeweiligen Typs abgestimmt sind. Zunächst sind die bekannten Otto- und Dieselmotoren für Fahrzeuge zu nennen. Renommierte Firmen wie etwa Shell oder TOTAL bieten zudem hochqualitative Lösungen extra für Nutzfahrzeuge sowie für Rennmotoren an. Zudem fordern verschiedene Motorvarianten, wie beispielsweise Gasmotoren, eine passgenaue Schmierung ein. Angebote für stationäre Motoren berücksichtigen ebenfalls die speziellen industriellen Anforderungen, um Schutz, Langlebigkeit und Leistung zu maximieren.

Die für Sie relevanten Informationen zur jeweils vorgeschriebenen Motoröl-Klassifikation sind in der Bedienungsanleitung oder im Serviceheft aufgeführt. Ebenso finden sie sich auf dem Kanister. Um die Herstellergarantie zu wahren, sollten Sie sich an die Vorgaben halten.

Überblick: verschiedene Arten des Motoröls

Je nach Funktion und Einsatzzweck kommen unterschiedlich optimierte Varianten des Motoröls zum Einsatz. Sie unterscheiden sich in mehreren Eigenschaften. Diese Unterschiede betreffen Herstellung, physikalische Merkmale und Funktion.

Einbereichsöle und Mehrbereichsöle

Für eine längere Zeit wurden fast ausschließlich Einbereichsöle zum Schmieren von Motoren genutzt. Sie eignen sich für eine bestimmte Jahreszeit, daher existierte in früheren Dekaden ein sogenanntes Sommeröl oder Winteröl. Die jeweilige Viskosität passte sich an die saisonal vorherrschende Temperatur an. Einbereichsöle entsprechen lediglich einer Viskositätsklasse wie etwa SAE 30.

Mehrbereichsöle rufen den angestrebten Nutzen hingegen ganzjährig ab; ihr Fließverhalten bleibt bei wechselnden Umgebungstemperaturen konstant. Die Hersteller erreichen dies, indem sie dem Ausgangsprodukt Motoröl-Zusätze beifügen. Diese Zusätze bewirken, dass sich die Viskosität selbst bei hohen Temperaturen kaum verändert. Allerdings altern Mehrbereichsöle im Vergleich etwas schneller als Einbereichsöle. Große Hersteller verbessern ihre Motoröle in dieser Hinsicht ständig, sodass diesem Aspekt eine zunehmend geringe Bedeutung bescheinigt wird. Mehrbereichsöle einen mindestens zwei SAE Klassen, ihre Kennzeichnung erfolgt durch den Buchstaben "W" (Winter).

Somit bietet das Mehrbereichsöl bei Kälte und Hitze gleichermaßen gute Eigenschaften hinsichtlich der Schmierung. Die von den Jahreszeiten unabhängige Nutzung stellt den größten Pluspunkt moderner Ganzjahresöle dar. Somit entfällt alle sechs Monate der lästige und kostenintensive Ölwechsel. Der nächste Werkstattbesuch findet erst dann statt, wenn das reguläre Wechselintervall erreicht ist. Mehrbereichsöle sparen Zeit und Geld, daher gelten die flexiblen Schmiermittel als Standard bei normalen Autos.

Mineralische Motoröle

Im Unterschied zu synthetischen Motorölen gestaltet sich das Preisniveau von mineralischen Motorölen günstiger. Möglich wird dies durch einfache Herstellungsprozesse. Zudem sind die günstigen Einbereichsöle weniger verfeinert. Sie enthalten zwar Zusätze, aber keine modernen Additive, weil ihre Hauptfunktion historisch betrachtet darin bestand, den Motor am Laufen zu halten. Daher lassen sich die mineralischen Öle für den Motor entweder im Sommer oder im Winter verwenden. Wer dies vermeiden möchte, greift zu synthetischen Mehrbereichsölen. Einige Oldtimer benötigen allerdings aufgrund der großen Motor-Toleranzen und Laufspiele explizit Einbereichsöle.

Was ist der Unterschied zwischen synthetischen, HC-Synthese und teilsynthetischen Motorölen?

Die Differenzierung zwischen synthetischen und teilsynthetischen Ölen besitzt eine grundlegende praktische Relevanz:

Mineralöl bildet die Grundlage eines teilsynthetischen Motoröls. Es besteht aus unterschiedlichen Kohlenwasserstoff-Molekülen. Kunden können mit dem Erwerb eines teilsynthetischen Motoröls Kosten sparen, da Mineralöl sich vergleichsweise günstig durch Destillieren und Raffinieren aus Erdöl gewinnen lässt. Die Hersteller ergänzen diese Basis mit einem gewissen Anteil an synthetischen Motorölen. Teilsynthetische oder Semi-Synthetische Öle sind also ein Gemisch aus Mineralöl und synthetischem Öl. Teilsynthetische Produkte verursachen somit im Vergleich weniger finanziellen Aufwand als vollsynthetische Motoröle. Dass sich die Eigenschaften des Motoröls durch das Mischen besser ausgleichen, markiert einen weiteren Vorteil.

HC-Synthese Öle (HC = Hydrocracking) sind veredelte Mineralöle, welche durch Hydrocracken auf einheitliche Ölmolekülgröße gebracht werden und die Bruchstellen durch Wasserstoff geschlossen (versiegelt, repariert) werden. Diese Veredelung führt dazu, dass in vielen Parametern das Leistungsspektrum synthetischer Schmierstoffe erreicht wird.

Synthetische Motoröle (PAO, Poly-Alpha-Olefine) werden künstlich durch die chemische Synthese von Kohlenstoffmonoxid und Wasserstoff erzeugt. Durch den gezielten Einsatz passender Additive lenken die Anbieter die Merkmale des Öls in die gewünschte Richtung. Ein positiver Effekt ist die Erweiterung der Viskositätsklassen und somit die ganzjährige Einsatzzeit. Qualität und Langlebigkeit synthetischer Motoröle bewegen die heutigen Motorenhersteller dazu, diese Variante für ihre Motoren zu empfehlen.

Leichtlaufmotoröle

Leichtlauföle stellen eine spezielle Untergruppe des Motoröls dar. Ihre Dünnflüssigkeit verursacht besonders wenig Reibungsverluste, somit geht beim Betrieb des perfekt geschmierten Motors kaum Energie verloren. Praktisch verhält sich ein Öl mit hoher Fließgeschwindigkeit dann optimal, wenn es beispielsweise bei einem Kaltstart schnell alle Bauteile schmieren soll. Seine geringe Viskosität bewirkt, dass die Verteilung zeitnah im Motorinnenraum gelingt. Besonders bei Kälte ist die optimierte Konsistenz von Leichtlaufölen sehr wichtig. Damit dieses Merkmal stets garantiert wird, verwenden die Anbieter Mehrbereichsöle. Additive verbessern bei diesen niedrigviskosen Ölen Rezeptur und Schmierfähigkeit.

Viskosität und Additive

Beschreibt man Qualität und Merkmale von verschiedenen Motorölen, dann spielen oben gefallene Begriffe wie Viskosität und Additive eine zentrale Rolle:

Als Konzept definiert Viskosität wie dünn- oder zähflüssig sich ein Motoröl verhält. Eingeteilt wird die Viskosität in entsprechende Stufen, sogenannte SAE-Klassen. Die SAE selbst ist eine Vereinigung amerikanischer Autoingenieure. Als Maß beurteilen und beschreiben die Abstufungen die Fließfähigkeit von Motorölen. Niedrigviskose Flüssigkeiten sind umgangssprachlich formuliert dünnflüssig, sie weisen eine hohe Fließgeschwindigkeit auf. Hochviskose Flüssigkeiten verhalten sich zähflüssig, die Fluidität fällt gering aus. Druck und Temperatur beeinflussen die Viskosität, die Eigenschaft gilt als sogenannte abhängige physikalische Größe.

Additive sind öllösliche Zusätze, welche bei der Herstellung von Motorölen hinzugefügt werden. Zweck der Substanzen ist es, die Qualität und Funktion des Motoröls in die benötigte Richtung zu lenken. Im Motoröl bewirken die chemisch oder physikalisch wirkenden Substanzen verschiedene Effekte: Beispielsweise halten sie das Öl sauber, fungieren als effizienter Verschleißschutz, garantieren die Fließfähigkeit eines Motoröls oder schützen die umgebenden Teile vor Korrosion.

ACEA und API

Die Abkürzung ACEA steht für "Association des Constructeurs Européens d'Automobiles". Dem europäischen Verband führender Automobilhersteller gehören die deutschen Konzerne VW, BMW und Daimler an. 15 große Hersteller von Fahrzeugen sind insgesamt in der Vereinigung organisiert. Die Spezifikationen der ACEA umfassen die Kategorisierungen der unterschiedlichen Motorarten. Inhaltlich definieren die Spezifikationen das Profil der Motoröle in Hinblick auf den jeweiligen Motortyp. Ihre Kennzeichnung gestaltet sich wie folgt:

A - PKW Benzinmotoren

B - PKW Dieselmotoren (LD)

C - PKW mit Abgasnachbehandlungssystemen

E - LKW Dieselmotoren (HD)

Die Abkürzung API steht für "American Petroleum Institute". Ursprünglich wurden damit die amerikanischen Anforderungen in der Welt der Automobilbranche beschrieben und fixiert. Im Laufe der Zeit verallgemeinerte sich die Nutzung, sodass heutzutage PKW, Nutzfahrzeuge sowie Bau- und Landmaschinen entsprechend gekennzeichnet sind. Folgende Unterteilung gilt:

S für Benzinmotoren (Service)

C für Dieselmotoren (Commercial)

GL für Automobile Getriebeöle (Gear Lubrication)

Freigaben

Auf Basis von ACEA und API Klassen legen einige Fahrzeughersteller die Normen für Motoröl fest. Die Anforderungen an die Motoröle sind bei entsprechenden Tests stets vorab definiert. Achten Sie beim Kauf des Öls für Ihren Motor bitte darauf, dass Ihr favorisiertes Produkt den Herstellerfreigaben entspricht, um das optimale Zusammenspiel der Komponenten zu gewährleisten.

Welche Motoröl Gebindegrößen und Formate bietet Interlubes an?

Wir bieten hochwertiges Motoröl führender Hersteller für alle Einsatzzwecke in verschiedenen Gebindegrößen an. Die Abstufungen reichen - je nach Anbieter - vom 20 Liter Kanister über 60 Liter Fässer bis hin zu den großen Fässern mit einem Fassungsvermögen von 205 bzw. 208 Litern. Kanister und Flaschen sind zudem in zusammengefassten Formaten in Kartons erhältlich. Auf Vorrat kaufen und Platz sparen, mit den praktischen Gebindegrößen funktioniert beides. Hier bekommen Sie immer die richtigen Mengen Motoröl. Je nachdem, ob Sie es für eine kleine Firma, einen Mittelstandsbetrieb oder für die Großindustrie benötigen.